Dukes ohne Mittel gegen Leipziger Offense
Samstag, 27. April 2002 - Dresden

Spielbericht | Box Score

Nach einem 1-2-3-Inning vom Starting Pitcher der Dresden Dukes, dem Japaner Takeshi Nakanishi, im ersten Durchgang dachten noch alle an das enge Spiel, das man im Vorfeld des Spieltages befürchtet hatte.

Doch alle Sorgen, die man ob der Ausgeglichenheit der Offense, die ohne den besten Hitter des vergangenen Jahres, Eliat Gonzalez, und ohne den im Winter von der ersten Mannschaft zurück getretenen Miguel Pupo auskommen musste, hatte, erwiesen sich als gegenstandslos, als die Wallbreakers die Dukes am Ende mit 25-8 schlugen.

Bereits im zweiten Spielabschnitt begannen die Wallbreakers, als ein Error des Dresdner Shortstops, durch den Michael Pitzschel als erster Leipziger in diesem Spiel auf Base kam und drei Singles in Folge von Thomas Gebert, Stephan Elkins und Marcus Zillmann, sowie eine Sacrifice Bunt von Marc Wagner für die 4-0-Führung sorgten, mit der Demontage der Dukes.

Da Nakanishi (0-1) nach der Ausländerregelung im deutschen Baseball nur zwei Innings pitchen durfte, begannen im dritten Durchgang die wirklichen Probleme der Dukes, als sie zunächst Luis Arias und nur acht Batter später Linkshänder Arnaldo Perez auf den Mound schickten. Doch es half nichts, die Wallbreakers rannten den Dresdnern mit zehn Runs zum zwischenzeitlichen 14-0 auf und davon. Damit war das Spiel im Prinzip bereits gelaufen, denn seit der 10-6-Niederlage im Mai 2001 gegen die Gera Lions hat noch kein Team überhaupt wieder eine zweistellige Anzahl von Runs gegen die Leipziger erzielen können.

In der zweiten Hälfte des dritten Innings zeigten die ersten Fünf der Dresdner Lineup allerdings kurzzeitig ihr Potenzial, als sie Stephan Elkins (1-0), den Starting Pitcher der Wallbreakers, mit Doubles von Nakanishi, der inzwischen am dritten Base spielte, und Malloch, einem 2-Run-Homerun von Armando Avila und zwei weiteren 2-Base-Hits von Arnaldo Perez und Luis Arias, sowie einem RBI-Single von Andreas Heiduschke für insgesamt fünf Runs etwas ins Wanken brachten. Aber Elkins kämpfte sich durch, schaffte ein Pickoff von Heiduschke am ersten Base für das erste und Strikeouts gegen Felix Ruhnow und Sebastian Otto für das zweite und dritte Out.

Die Offense der Leipziger ihrerseits liess sich davon wenig beeindrucken und machte im vierten Inning dort weiter, wo sie im vorangegangen Spielabschnitt aufgehört hatte. Nach sieben Schlagleuten und sechs Runs wechselten die Dukes bei nur einem Out den glücklosen Perez wieder gegen Arias als Pitcher aus, der jedoch weitere drei Punkte zum Zwischenstand von 23-5 zuliess, bevor er endlich das Inning beenden konnte.

Die Wallbreakers wechselten im vierten Durchgang ebenfalls den Pitcher, Stanley Schubert kam für Stephan Elkins auf den Mound. Zwar gab er zwei Runs im vierten (davon einer unearned) und noch einmal einen im fünften Spielabschnitt ab, aber das bedeute nur wenig Ergebniskorrektur für die Dukes, die dieses zähe Spiel nach fast drei Stunden am Ende mit 25-8 verloren.

Stephan Elkins pitchte drei Innings für seinen ersten Sieg in diesem Jahr und liess dabei fünf Earned Runs (darunter der 2-Run-Homerun von Armando Avila) bei sieben Hits zu. Weiterhin verzeichnete er fünf Strikeouts und drei Walks. Stanley Schubert warf zwei Innings, mit zwei Hits, drei Runs (zwei davon earned), drei Strikeouts und fünf Walks.

John Heiker, im Winter vom (damals noch) Zweit-Bundesligisten Wuppertal Stingrays zu den Wallbreakers gekommen, überzeugte bei seinem ersten Auftritt in Leipziger Uniform, indem er in fünf At-Bats drei Hits, allesamt Doubles, schlug und vier RBI zur Offensivparade beitrug.

Game Notes
Vor dem Spiel, das von Jörg Rindfleisch, MBSV-Präsident und Vorsitzender der Erfurt Dark Angels, eröffnet wurde, gedachten die Spieler beider Teams in einer Schweigeminute den Opfern der tragischen Ereignisse vom Tag zuvor in Erfurt. Ein ehemaliger Schüler erschoss bei einem Amoklauf im Gutenberg-Gymnasium in der thüringischen Landeshauptstadt 13 Lehrer, zwei Schüler, einen Polizeibeamten und anschliessend sich selbst. +++ Die 25 Runs der Wallbreakers, bedingt natürlich auch durch die Abschaffung der 10-Run-Rule vor dieser Saison, mit der das Spiel bereits beim Stand von 23-7 nach vier Innings beendet gewesen wäre, ist der höchste offensive Output seit dem 26-3 am 9. Mai 1999 in Leipzig gegen die Magdeburg Poor Pigs.

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Diese Seite wurde zuletzt am 30. April 2002 aktualisiert.
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