Zwei-Run-Führung im letzten Inning reichte nicht zum Sieg
Samstag, 9. September 2000
Box Score
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Die Leipzig Wallbreakers gingen in das erste Spiel beim amtierenden Meister und Tabellenführer Erfurt Dark Angels mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, nachdem die zuvor sechs Spiele in Folge gewonnen hatten. Man fühlte, daß man sogar dem Favoriten Erfurt ein Schnippchen schlagen und wenigstens einen Sieg mit nach Hause nehmen könnte.

Das Spiel entwickelte sich auch dementsprechend. Es war absolut kein qualitativer Unterschied in der Spielweise beider Teams zu spüren. Die Wallbreakers gingen im ersten Inning sofort mit drei Runs in Führung, nachdem Andreas Großöhme zunächst mit einem Single eröffnete und danach durch Marc Wagners ersten Triple nach Hause kam. Wagner punktete gleich darauf ebenfalls durch einen Error des 3rd Baseman der Erfurter. Danach trat Stanley Schubert, der in diesem Spiel insgesamt vier Hits in vier At-Bats verzeichnen konnte, an die Platte und hämmerte einen Pitch von Marcel Rösler über den Zaun im Leftfield zur 3-0-Führung der Wallbreakers.

In der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs gab Thomas Gebert, sonst angestammter Centerfielder der Leipziger, sein Debüt als Pitcher. Die Hitter der Dark Angels jedoch setzten ihm arg zu, zumal er durch eine sehr kleine Strike Zone des Umpires kaum Strikes verzeichnen konnte. Die Erfurter erzielten in diesem Inning sechs Runs, bevor die Wallbreakers ihren Pitcher-Neuling erlösten und Miguel Pupo den Job übernahm.

Pupo machte daraufhin ein ausgezeichnetes Spiel und ließ im zweiten und dritten Inning keine weiteren Runs der Dark Angels zu. Die Wallbreakers ihrerseits konnten im dritten Durchgang mit drei Runs zum 6-6 ausgleichen und im vierten Inning gar mit einem Punkt in Führung gehen, als Thomas Gebert mit einem Single Stanley Schubert nach Hause brachte.

Im vierten Durchgang allerdings konnten die Erfurter mit zwei Runs die Führung zurückerobern, und so stand es vor dem letzten Schlagdurchgang der Wallbreakers 9-7 für die Dark Angels. Das hieß für die Leipziger, dass sie entweder mindestens zwei Punkte machen müssen, ansonsten wäre das Spiel zu Ende gewesen.

Glücklicherweise gelangen ihnen sogar vier Runs, und so konnten die Wallbreakers mit einer 11-9-Führung in die zweite Hälfte des letzten Innings gehen. Ein Strikeout zum ersten Out ließ auch sofort die Hoffnung auf den Sieg erstarken. Danach jedoch konnten die Erfurter das zweite und dritte Base besetzen, alles bei nach wie vor nur einem Out. Durch einen Error konnte schließlich der erste Run zum 11-10 die Platte überqueren.

Daraufhin wechselten die Wallbreaker erneut den Pitcher, für Miguel Pupo kam jetzt Stanley Schubert auf den Mound. Leider jedoch warf er einen Wild Pitch gegen Lenin Santa Cruz, durch den Frank Kalmring, der inzwischen auf dem dritten Base stand, zum 11-11 ausgleichen konnte. Der Druck, der nun auf der Verteidigung der Leipziger lag, war enorm, denn der Sieg-Run in Person von Feliberto Ortega-Linares stand durch den Wild Pitch bereits auf dem dritten Base. Das bedeutete, daß die Erfurter nur irgendwie den Ball aus dem Infield hätten schlagen oder die Wallbreakers zu einem weiteren Feldspielfehler zwingen müssen, um dieses Spiel zu gewinnen. Leider trat schließlich auch letzterer Fall ein, und der Siegpunkt konnte die Home Plate durch einen Error überqueren, womit die Begegnung für die Leipziger trotz ihrer Führung vor dem letzten Schlagdurchgang der Erfurter verloren war.

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Diese Seite wurde zuletzt am 14. September 2000 aktualisiert.
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