18 Runs erzielt und trotzdem verloren
Samstag, 13. Mai 2000
Box Score
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Wie oft kommt es im Baseball vor, daß ein Team 18 Runs in einem Spiel erzielt und dennoch als Verlierer vom Platz geht? Solche und ähnliche Fragen gingen den Leipzig Wallbreakers nach der 19-18-Niederlage gegen die Erfurt Dark Angels durch den Kopf. Denn wieder einmal hatten sie eine furiose Aufholjagd gestartet, saßen diesmal jedoch nicht am erfolgreicheren Ende. Ihr Schärflein dazu beigetragen haben sicherlich auch die acht Errors der Wallbreakers, die meisten innerhalb eines Spieles in diesem Jahr.

Auch der bisher dominierende Pitcher der Wallbreakers, Stanley Schubert, sah an diesem Tag gegen die Dark Angels nicht gur aus. Er ließ in fünf Innings sieben Earned Runs und sieben Hits zu, walkte 13 Batter und erzielte (für seine Verhältnisse nur) drei Strikeouts. Zudem registrierte er drei Hit by Pitches, so viele wie noch nie zuvor in dieser Saison. Die zahlreichen Walk wurden allerdings, daß muß man zugeben, zum Teil durch die zu kleine und inkonsistente Strike Zone des Plate Umpires hervorgerufen.



Dabei hatten die Wallbreakers nach zwei Innings schon 7-2 geführt, gaben im dritten Inning jedoch gleich wieder acht Runs zum 10-7-Zwischenstand ab. Im vierten Durchgang erzielten die Dark Angels erneut sieben Runs, und damit stand es, nachdem die Wallbreakers im dritten und vierten Inning jeweils nur zweimal punkteten, nach vier Durchgängen bereits 17-11 für Erfurt.

Zur Mitte des fünften Innings stand es nach zwei weiteren Runs für die Dark Angels 19-11, als die Wallbreakers einmal mehr ihre letzte Chance nutzen wollten, das Spiel noch einmal umzudrehen. Mit vier Hits in Folge, darunter einem Double von Stanley Schubert, und einem Walk begann der Erfurter Pitcher Rösler den fünften Durchgang, bevor er gegen Nelson Alamo ausgewechselt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Wallbreakers jedoch bereits zweimal gepunktet und die Bases waren immer noch geladen. Alamo gab weitere fünf Runs ab, womit es bereits 19-18 stand, mit Michael Pitzschel, der den Ausgleichsrun repräsentierte, auf dem dritten Base und dem Winning Run in Person von Robert Klawes schon auf dem ersten Base. Mit Thomas Gebert, der in diesem Spiel bereits drei Hits hatte, an der Plate, waren die Wallbreakers sich bereits sicher, daß sie zumindest den Ausgleich erzielen und damit eine Verlängerung erzwingen würden. Doch dann wurde Robert Klawes bei Versuch, das zweite Base zu stehlen, ausgeworfen und das Spiel war zugunsten der Erfurter beendet.

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Diese Seite wurde zuletzt am 18. Mai 2000 aktualisiert.
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