| Der
Mut hatte die Wallbreakers nach der unglücklichen Niederlage im ersten
Spiel bei den Erfurt Dark Angels noch nicht verlassen. Das Glück schon.
Glaubten die Leipziger zu
Beginn der zweiten Partie noch, daß sie so viel Pech nicht noch einmal
haben könnten, so kam es doch wieder einmal anders als erwartet und
sie mußten mit zwei Niederlagen, die knapper nicht sein konnten,
die Heimreise antreten.
Dabei begannen sie das Spiel
relativ gut und erzielten im ersten Inning gleich drei Runs. Die Erfurter
konnten darauf nur mit einem Punkt ihrerseits antworten, legten dafür
aber im zweiten Durchgang noch einmal drei Runs zum 4-3-Zwischenstand drauf,
nachdem die Wallbreakers in ihrer Hälfte des zweiten Innings punktelos
geblieben waren.
In der ersten Hälfte des dritten Durchgangs jedoch konnten die Leipziger
mit zwei Runs wieder mit 5-4 in Führung gehen, als zunächst Jens
Friese mit seinem Schlag Stanley Schubert und gleich darauf Thomas Gebert
mit einem Single Miguel Pupo nach Hause bringen konnten.
Die Erfurt Dark Angels glichen jedoch sofort wieder aus und konnten im
vierten Inning wieder mit einem Run zum 6-5 die Führung zurückerobern.
Damit hieß es erneut "jetzt oder nie" für die Wallbreakers,
da sie in ihrer Hälfte des fünften und letzten Innings mindestens
einen Run machen mussten, um das Spiel nicht zu verlieren. Und erneut schafften
sie es, erzielten sogar zwei Punkte, womit sie vor dem letzten Halbinning
mit einer Ein-Run-Führung in die Verteidigung gehen mussten.
Leider versagten ihnen jedoch, wie schon im ersten Spiel, die Nerven. Zunächst
schlug José Roque, der Catcher der Erfurter, einen Single. Danach
warf Stanley Schubert zwei Wild Pitches in Folge gegen Sebastian Decker,
wodurch Roque, der den Ausgleich repräsentierte, bis auf das dritte
Base vorrücken und schließlich durch einen Error auch noch punkten
konnte. Durch einen Walk gelangte danach auch noch Decker, der potentielle
Sieg-Run, auf Base. Durch zwei weitere Wild Pitches kam auch er bis zum
dritten Base weiter. Daraufhin wechselten die Wallbreakers den Pitcher,
für Schubert kam nun Miguel Pupo auf den Mound, um wenigstens noch
das Unentschieden zu retten, wodurch das Spiel in die Verlängerung
gegangen wäre. Diese Hoffnung wurde durch Jens Salzmann jedoch jäh
zunichte gemacht, als dieser den entscheidenden Base Hit schlug, der Sebastian
Decker und damit den Sieg-Run zum 8-7 für die Dark Angels nach Hause
brachte. |